Nachberichte zur 21. Runde

Quelle: oebl.at:

Die ZWEITE Basketball Bundesliga hat nach Abschluss der 21. Runde endgültig alle Viertelfinaltickets vergeben: Mit einem überraschend klaren 97:80-Erfolg über die Vienna D.C. Timberwolves können die Raiffeisen Radenthein Garnets zum bereits dritten Mal in Serie für die Postseason planen. Ebenso dabei – obwohl spielfrei gewesen– sind dieBasket Flames, die von einem knappen 75:73-Erfolg der BBU Salzburg über dieWörthersee Piraten profitierten. Im Duell „Erster gegen Zweiter“ sicherten sich die Chin Min Dragons St. Pölten mit einem 80:74 über die Mattersburg Rocks den Sieg im Grunddurchgang ab. Die Panaceo Raiders Villach (91:68 gegen Mistelbach Mustangs) und KOS Posojilnica Bank Celovec (85:77 gegen Raiffeisen Dornbirn Lions) gehen mit Heimrecht ins Viertelfinale.

Zum bereits dritten Mal in Serie schafften die Raiffeisen Radenthein Garnets die Qualifikation für die Play-Offs der 2BL. Sie dominierten Titelverteidiger Vienna D.C. Timberwolves mit 97:80, hatten vor allem im dritten Viertel (34:19) eine offensive Glanzleistung geboten. Getragen wurde das Offensivspiel der Kärntner von Jure Misic, der vergangene Woche noch krankheitshalber auszufallen drohte, war mit 34 Punkten bester Akteur. Für Radenthein (6.) war es im 9. Spiel der erste Erfolg über die Wiener, die nun aufgrund des verlorenen direkten Duells (minus 12) auf Rang sieben liegen.
Dahinter auf Rang acht lachen die Basket Flames: Ohne in Runde 21. mitgewirkt zu haben, gelang dem Finalist von 2013 nach einjähriger Play-Off-Abstinenz wieder die Qualifikation für die Post-Season. Die Mannschaft um Kapitän Dominik Müllner profitierte von der 73:75-Niederlage der Wörthersee Piraten (10.) bei der BBU Salzburg (9.). Der Top-Scorer der 2BL Jamie Kohn machte mit zwei verwandelten Freiwürfen in der Schlusssekunde ein versöhnliches Saisonende der Mozartstädter perfekt.

Perfekt verlief auch der „Showdown“ um den Sieg im Grunddurchgang für die Chin Min Dragons St. Pölten: Mit einem 80:74 sicherten sich die niederösterreichischen Landeshauptstädter auch das zweite Saisonduell mit den Mattersburg Rocks. Damit können die Dragons von Platz eins aus in die Play-Offs starten, Mattersburg geht als „runner-up“ in die Post-Season. „Big Plays“, machten laut Mattersburg-Coach James Williams den Unterschied – vor allem von Martin Speiser, der sich mit 25 Punkten nach seiner Verletzungspause eindrucksvoll zurückmeldete.

Hinter St. Pölten und Mattersburg sicherten die Panaceo Raiders Villach (91:68 gegen Mistelbach Mustangs) und KOS Posojilnica Bank Celovec (85:77 gegen Raiffeisen Dornbirn Lions) die Plätze drei und vier ab. Damit besitzen die beiden Kärntner Teams Heimrecht im Viertelfinale – und könnten in der letzten Runde nur noch dann ihre Positionen tauschen, wenn KOS gewinnt und Villach verliert.

Die Ergebnisse der 21. Runde im Überblick:

 

kos KOS Posojilnica Bank Celovec – Raiffeisen Dornbirn Lions

85:77 (19:17, 42:42, 60:58)

lions d
dragons Chin Min Dragons St. Pölten – Mattersburg Rocks

80:74 (30:18, 46:36, 58:46)

 rocks
bbu BBU Salzburg – Wörthersee Piraten

75:73 (23:14, 38:39, 58:54)

piraten
raiders Panaceo Raiders Villach – Mistelbach Mustangs

91:68

mustangs
garnets  Raiffeisen Radenthein Garnets – Vienna D.C. Timberwolves

97:80 (28:26, 51:46, 85:65)

wolves

 

Die Ergebnisse der 21. Runde im Detail:

kos KOS Posojilnica Bank Celovec – Raiffeisen Dornbirn Lions

85:77 (19:17, 42:42, 60:58)

lions d
Die ersten Minuten standen im Zeichen der Gäste aus Dornbirn, die im Abschluss etwas glücklicher agierten. KOŠ erholte sich bald und übernahm in der achten Spielminute die Führung. Das erste Viertel endete mit 19:17. Auch im folgenden Viertel verlief das Spiel sehr ausgeglichen. KOŠ konnte sich nicht absetzten. Ausgeglichen, wie das Spiel, war auch das Resultat 42:42.

Im dritten Viertel das gleiche Bild. Raiffeisen Dornbirn Lions und die Klagenfurter lieferten sich ein Spiel auf Augenhöhe, KOŠ konnte mit einem Korb Vorsprung ins letzte Viertel gehen (60:58). Am Anfang des letzten Viertels konnten die Vorarlberger kurzfristig wieder die Führung übernehmen. Ein wahrer Schlagabtausch in den letzten fünf Minuten. Jakob Stražar (KOŠ) und Jakupi Toni (Dornbirn) mussten wegen dem 5. Foul vorzeitig das Spielfeld verlassen. Erst knapp vor dem Ende gelang es der Mannschaft um Trainer Zupan sich etwas abzusetzen und sich den Sieg zu sichern.

Stimmen zum Spiel:
Stefan Hribar, sportlicher Leiter von KOS: „Das Spiel war von Anfang an sehr ausgeglichen und spannend. Das ganze war aber vorauszusehen, da wir heute sehr ersatzgeschwächt waren und Dornbirn in letzter Zeit sehr gute Spiele gezeigt hat.“
Rok Zupan, Headcoach von KOS: „Ich bin sehr zufrieden, dass wir das Spiel gewonnen haben, in dem die Jungen Rund um Papič, Pasterk und Ponholzer eine wichtige Rolle spielten. Großer Dank gilt den älteren Spielern, die die ganze Saison die Verantwortung auf sich nehmen.“
Philip Nägele, Assistent-Coach der Lions: „Wir haben am Anfang einige Punkte liegen lassen. Zweite Halbzeit war ganz knapp. Wir hätten uns in der ersten Halbzeit mehr absetzen müssen, dann hätte das Ganze anders ausgeschaut. Am Ende war es knapp und der erste, der dann vorne ist, ist zum Schluss auch vorne.“
Tobias Stadelmann, Spieler der Lions: „Wir haben uns gut auf das Spiel vorbreitet, haben die ersten drei Viertel gut mitgehalten. In den letzten Minuten ist uns die Luft ausgegangen. Und wegen der Foulprobleme unserer Großen, haben wir dann nicht mehr so ins Spiel finden können, wie in der ersten Halbzeit.“
Beste Werfer: Erculj 27, Smrtnik, Mali je 18, Strazar 11 bzw. Tobar 21, Stadelmann 12, Kevric, Gerstendörfer je 11;

 

dragons Chin Min Dragons St. Pölten – Mattersburg Rocks

80:74 (30:18, 46:36, 58:46)

rocks
Das Spiel der Titelaspiranten beginnt sehr schwungvoll. Auf beiden Seiten gelingen tolle Aktionen. Vor allem Lukas Böck trifft in der Anfangszeit. In den ersten beiden Minuten trifft er zwei 3er, bei den Mattersburgern ist es Corey Hallett. Die St. Pöltner können den Vorsprung auf 9 Punkte ausbauen und Hannes Artner bekommt ein technisches Foul wegen Kritik. Die Dragons erweisen sich im ersten Viertel sehr treffsicher und die Mattersburger kämpfen um jeden Punkt.

Die Dragons erwischen auch im zweiten Viertel den besseren Start. Schnell können sie den Vorsprung auf 14 Punkte ausbauen. Die Mattersburger wirken in dieser Phase ein wenig planlos und nehmen Artner vom Feld. Die Mattersburger können sich dann ein wenig fangen und Bakk kann für die Rocks mehrfach punkten. Vor allem durch kleinere Fehler der Dragons können sich die Rocks in Szene setzen. In der Mitte des zweiten Viertels halten die Dragons bei plus 14 und versuchen das Spiel zu kontrollieren. Kohlmaier ist von den Rocks nicht zu bremsen und kann nach Belieben punkten. Trotz der konstanten Führung der Dragons, ist es ein enges und hochspannendes Spiel. Lukas Böck kassiert früh sein 3. Foul.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit entwickelt sich ein offener Schlagabtausch beider Mannschaften. Die Rocks kommen mit viel Energie aus der Kabine und kämpfen sich an die Dragons Stück für Stück heran. Nach 4 Mattersburg-Punkten in Folge reagiert Coach Smiljanic mit einem Timeout. Den Dragons gelingt in dieser Phase relativ wenig. Roman Jagsch stellt mit einem Dreier den 10-Punkte-Vorsprung her. In den ersten 6 Minuten gelingen den Dragons auch nur 6 Punkte, den Rocks 8. Gegen Ende des Viertels fangen sich die Dragons vor allem in Defensive und können, auch dank Martin Kohlmaier, wieder um 14 Punkte davon ziehen.

Die Rocks schaffen es im 4. Viertel den Vorsprung auf unter 10 zu bringen. Im weiteren Verlauf wird das Spiel immer zerfahrener. Fouls auf beiden Seiten wechseln sich ab und die Dragons können noch einen Vorsprung von 9 Punkte halten. Mit 2 schnellen Dreiern verkürzte Gmeiner auf 4 Punkte. Martin Speiser fasst sich 1 Minute vor Schluss ein Herz und trifft den weiten Dreier. Schlussendlich bringen die Dragons den verdienten Sieg und die Tabellenführung heim.

Stimmen zum Spiel:
Stefan Jäger, Pressesprecher der Dragons: „Nach einem überragenden Start haben wir uns das Leben manchmal ein bisschen schwer gemacht. Wir sind aber stolz, wieder als erster den Grunddurchgang abzuschließen.“
James Williams, Headcoach der Rocks: „St. Pölten machte die Big-Plays. Es war ein sehr gutes Spiel.“
Beste Werfer: Speiser 25, Kohlmaier 18, Böck L. 8 bzw. Hallett 18, Artner 14, Gmeiner 13;

 

bbu BBU Salzburg – Wörthersee Piraten

75:73 (23:14, 38:39, 58:54)

piraten
Die Gastgeber erwischen den besseren Start und legen gleich mit 7:2 vor. In gleicher Tonart ging es bis Viertelende zum 23:14 weiter. Im zweiten Abschnitt war es genau umgekehrt und die Piraten scorten Punkt um Punkt und erspielten sich bis zur Halbzeit einen 39:38-Vorsprung. Es folgte ein Schlagabtausch auf Augenhöhen, doch die BBU ging, angeführt von Nico Breuer, leicht wieder mit 58:54 in Führung. Die Piraten gaben im vierten und entscheidenden Viertel noch einmal Gas und glichen in der letzten Minute noch auf 73:73 aus. Jamie Kohn verwandelte seine Freiwürfe gut eine Sekunde vor Ende aber souverän und der BBU gelang damit ein knapper 75:73 Sieg.
Stimmen zum Spiel:
Harald Bründlinger, Obmann der BBU: „Spannend für die Zuschauer, schlecht für meine Nerven. Gratulation an die Piraten, aber auch an unsere Jungs. Schön, dass wir uns mit einem Sieg verabschieden.“
Dragan Sliskovic, Headcoach der Piraten: „Heute haben nicht die beiden Teams das Spiel entschieden.“
Beste Werfer: Breuer 24, Jamie Kohn 17, Sormaz 14 bzw. T. Huber 16, Würtz 14, Gspandl, Buggelsheim je 9;

 

raiders Panaceo Raiders Villach – Mistelbach Mustangs

91:68

mustangs
Beide Teams starten stark dezimiert: Auf Seiten der Raiders fehlen DJ Jackson und Julian Hartl und bei den Gästen Vladimir Sismilich. Nichtsdestotrotz geht es für beide Teams bei diesem Spiel um eine gute Ausgangslage für die Play-Offs. Bei der Heimmannschaft startet auf der PG-Position erstmals Jonathan Dielacher. Die Raiders starten sehr aggressiv. Angeführt vom Kapitän Nino Gross spielt man eine ausgezeichnete Zonenverteidigung und Mistelbach findet nur selten zum Korberfolg. Das erste Viertel geht mit 29:9 an die Villacher. Im zweiten Viertel kann sich Mistelbach etwas erholen aber trotzdem gelingt es ihnen nicht die Dreierachse Kolaric, Primc und Finzgar unter Kontrolle zu bringen. Halbzeitstand 52:26 für die Raiders. Im dritten Viertel merkt man den Villachern die hohe Intensität der ersten Hälfte Aufgrund der dünnen Bank an und es schleichen sich einige Schlampigkeitsfehler ein. Die Mistelbacher können sich auf 11 Punkte heran kämpfen doch in dieser Phase ist es abermals die Verteidigung der Raiders und ein 11:3-Run. Im letzten Viertel verwaltet die Heimmannschaft routiniert den Vorsprung und man gewinnt verdient mit 91:68.
Stimmen zum Spiel:
Nino Gross, Kapitän der Raiders: „Die erste Halbzeit spielte mein Team aufopfernd. Der Gegner fand kein Rezept gegen unsere Verteidigung. Jonathan Dielacher war mehr als ein guter Leader an diesem Abend. Ich hoffe, dass wir unsere verletzten Spieler rasch wieder fit bekommen.“
Edivar Ovcak, Spieler der Mustangs: „Trotz der Ausfälle haben wir zusätzlich nicht unseren besten Tag erwischt und unsere Würfe nicht getroffen. Vom ersten Viertel konnten wir uns nicht erholen.“
Beste Werfer: Primc 32, Kolaric 28, Finzgar 23 bzw. Dygryn 16, Servuts 14, Ganneshofer 12;

 

garnets  Raiffeisen Radenthein Garnets – Vienna D.C. Timberwolves

97:80 (28:26, 51:46, 85:65)

wolves
Die Garnets starten gut und gehen gleich mit 5:0 in Führung, doch die Wolves kontern mit cleverem Kombinationsspiel und führen nach 5:40 Minuten mit 18:12. Radenthein erfängt sich wieder schnell und nach einer hohen Trefferquote auf beiden Seiten geht es mit 28:26 für Radenthein ins 2. Viertel.

In diesem beginnen die Wolves sehr stark und liegen nach 12:30 Minuten gleich wieder mit 6 Punkten voran (36:30), aber die Heimmannschaft lässt sich dadurch nicht einschüchtern, nach 15 Minuten steht es wieder 39:38 für Radenthein. Es folgt ein offener Schlagabtausch, die Garnets können sich sogar kurzzeitig mit +8 absetzen, doch die Wolves bleiben dran – mit 51:46 für die Garnets geht es in die Kabinen.

Nach der Pause geht das Spiel mit hoher Intensität weiter, nach 23 Minuten können jedoch die Wolves zum 57:57 ausgleichen – doch die Garnets spielen danach stark auf und liegen in Minute 27 mit 71:58 voran – nach einem weiteren 3-er durch Kapitän Biedermann liegen die Garnets 2 Minuten vor Ende des Viertels mit 74:58 voran. Die Wolves nehmen nun viele Fouls, Radenthein kann den Vorsprung bis zum Drittelende auf 85:65 ausbauen.

Im Schlussabschnitt können die Radentheiner den Vorsprung lange gut verwalten, 6:20 vor dem Ende steht es noch 89:74 für die Heimmannschaft. Die Garnets dominieren in den letzten 5 Minuten komplett den Offensiv-Rebound, die Wolves können nichts mehr dagegensetzen. Die Garnets gewinnen am Ende verdient mit 97:80 und feiern den 1. Sieg gegen die Wolves im 9. Spiel.

Stimmen zum Spiel:
Patrick Biedermann, Kapitän der Garnets: „Wir waren gut auf die Wolves vorbereitet und haben heute ihre Taktik zunichte gemacht. Mit unserer guten Trefferquote und Defense-Leistung geht unser Sieg vollkommen in Ordnung.“
Stefan Ottacher, sportlicher Leiter 2BL der Garnets: „Die taktisch wahrscheinlich beste Leistung unserer Mannschaft in dieser Saison.“
Stefan Grassegger, Assistent-Coach der Wolves: „Das Score spricht eine deutliche Sprache, wir haben es heute nicht geschafft die 1gegen1-Situationen defensiv für uns zu entscheiden. Radenthein hat zudem offensiv sehr stark agiert und immer auf ein Herankommen unserer Mannschaft die richtige Antwort parat gehabt.“
Beste Werfer: Misic 34, Soldo 18, Pirija 17 bzw. Polakovic 24, D’Angelo 15, John, Ersek je 9;